Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit gut zwei Jahrzehnten gibt es in Deutschland das duale System und damit auch im Hörfunkbereich private Programmanbieter. Die Kirchen haben vielerorts früh die sich bietenden Chancen erkannt und das Gespräch mit den Programmverantwortlichen gesucht. In Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg oder Niedersachsen feiert die Evangelische Kirche in den nächsten Monaten sogar ein kleines Jubiläum: Redaktionen, die eigens für die Zulieferung von Beiträgen gegründet wurden, bestehen hier seit genau 20 Jahren. Dank der Arbeit dieser Redaktionen wurde und wird ein Millionenpublikum Tag für Tag mit Informationen aus Kirche, Diakonie und Gesellschaft versorgt. Gerade die Kirchen tragen maßgeblich zu einem qualifizierten Wortprogramm bei, wie ein Blick in einschlägige Untersuchungen zeigt. Als Direktor der Niedersächsischen Landesmedienanstalt ist es mir persönlich eine Freude, bei der Verleihung unseres Hörfunkpreises immer wieder auch Redakteurinnen und Redakteure des Evangelischen Kirchenfunks auszeichnen zu können, unter anderem im Jahre 2001 mit einem Sonderpreis für „herausragende Verdienste um die journalistische Arbeit im Hörfunk und für die niedersächsischen Sender seit Anfang des Privatfunks in Niedersachsen“. Dass die Kollegen in den evangelischen Redaktionen in anderen Bundesländern in ähnlicher Weise erfolgreich sind, zeigt die vorliegende Dokumentation. Erstmals werden hier die bundesweiten Aktivitäten der evangelischen Kirchen in Deutschland im Bereich des privaten Hörfunks ausführlich dargestellt. Ein kirchliches Engagement in diesem ausgesprochen öffentlichkeitswirksamen Bereich ist auch in Zukunft mehr als wünschenswert. Ich danke den Autoren für die geleistete Arbeit und wünsche dieser Schrift die gebührende Aufmerksamkeit.

Reinhold Albert
Hannover, im August 2006